Anleihen (Obligationen) als Mittel der Unternehmensfinanzierung
Von Krediterio.de Redaktion | 16. Juli 2009 | Kategorie: Allgemein über Kredit & FinanzierungVariabel verzinste Anleihen werden auch als Floater bezeichnet und bieten im Falle eines steigenden Zinsniveaus die Chance auf eine hohe Rendite. Allerdings besteht im Falle eines sinkenden Zinsniveaus das Risiko einer nachteiligen Zinsentwicklung. Dieses Risiko ist bei einer festverzinslichen Anleihe nicht gegeben, da der Zinssatz für die gesamte Anlagedauer garantiert ist. Meistens beträgt die Laufzeit einer Anleihe mehrere Jahre. Die Zinszahlungen werden entweder am Ende jeden Jahres oder am Ende der Laufzeit geleistet. Bei einer endfälligen Zinszahlung wird der jährliche Zinsertrag wieder angelegt bzw. thesauriert, so dass der Kunde den Zinseszinseffekt nutzen kann und die Rendite gesteigert wird.
Es werden auch abgezinste Anleihen herausgegeben. Hierbei erhält der Kunden den gesamten Zinsertrag bereits zum Zeitpunkt des Erwerbs der Anleihe, da das Wertpapier zu einem geringeren Wert als dem Nennwert gekauft wird. Wenn die Anleihe z.B. auf einen Nennwert von 1.000€ lautet und der Anleger sie zu einem Kurs von 90% erwirbt, muss anstatt 1.000€ nur 900€ aufgebracht werden. Die Differenz entspricht dem Zinsertrag und beträgt hier 100€. Die Rückzahlung einer abgezinsten Anleihe erfolgt zu 100% des Nennwertes.
Allerdings unterliegen Anleihen als spekulative Vermögensanlagen vielen Einflussfaktoren, wie beispielsweise der Entwicklung des Zinsniveaus, so dass bei einer solchen Investition nicht nur die Chancen, sondern auch die Risiken beachtet werden müssen. Vor allem die Bonität des Herausgebers, die durch unabhängige Agenturen im Rahmen eines Ratings bewertet wird, hat entscheidenden Einfluss auf die Sicherheit der Geldanlage. Obwohl dem Inhaber der Anleihe die Verzinsung und die Rückzahlung des angelegten Betrages garantiert sind, besteht das Risiko der Zahlungsunfähigkeit des Herausgebers. Wenn der Emittent der Anleihe insolvent ist, wird den Ansprüchen des Anlegers unter Umständen gar nicht oder nicht im vereinbarten Umfang entsprochen.
